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Um nicht den Eindruck zu erwecken, dass ich alles blöd finde – hier Dinge die ich gut finde: Norwegerpullis, Biker-Boots, Küken, Titten.

I know places

Dieses Jahr war komisch bisher. Es war ein bisschen geprägt von Angst. Angst um die eigene Gesundheit. Im Prinzip ist das nichts neues für mich. Ich habe seit ungefähr sieben Jahren mal mehr und mal weniger Angst um die eigene Gesundheit. Dinge prägen einen, nicht nur diejenigen, die mit einem selbst passieren. Wenn Menschen, die dir nahe stehen, plötzlich krank werden, ernsthaft krank, dann kannst du nicht weitermachen wie bisher. Du ziehst die Angst wie eine Tigerente an der Leine hinter dir her. Überallhin. Immer.

Die Angst um andere und die Angst um einen selbst wechseln sich ab. An einem Freitag stirbt ein Mensch aus eurer Mitte, drei Tage später hast du einen Termin, weil du die Angst um dich selbst nicht mehr aushälst und irgendetwas tun musst, weil du merkst, dass du seit Monaten gelähmt schlafen gehst und gelähmt auch wieder aufstehst und froh bist, dass du diese beiden Momente den Rest des Tages ausblenden kannst. Du hast diesen Termin und auf dem Weg nach Hause spürst du: Die Lähmung ist nicht weg, sie ist immer noch da. Du weißt, dass du Geduld haben musst, drei Wochen lang, und dass es sinnlos ist, dir Sorgen zu machen. Und dass du diese Ungewissheit nicht zum ersten Mal spürst. Nur ist sie diesmal quälender, weil du dir diesmal fast sicher zu sein scheinst: Es wird nicht gut ausgehen.

Und am nächsten Tag findest du Trost an einem Ort, den du seit vielen vielen Jahren nicht mehr aufgesucht hast. Du verabschiedest dich von einem Menschen. Und du weißt, dass in dieser Runde einige denjenigen eher wiedersehen werden als andere und hast Angst davor, einer dieser Menschen zu sein.


Foto: Dampfmaschinenmuseum Schreufa

Drei Wochen lang wartest du. Und du machst Pläne. Sagst Ja, geprägt von dieser Angst, keine Zeit für die Dinge zu haben, die du noch erleben willst. Oder sie nicht so erleben zu können, wie du es gerne hättest. Du hast Angst und es hat dich verändert und es hört nie auf dich zu verändern und du bist dankbar, fährst gleichzeitig zwei Parallelstraßen entlang, die sich an der ein oder anderen Stelle kurz berühren um dann wieder in stiller, brutaler Harmonie nebeneinander weiterzuführen. Du bist dankbar, weil du weißt, dass nichts in deinem Leben sinnvoller gewesen, dir mehr geholfen hätte als diese Erfahrungen, die zu dieser stillen Angst geführt haben, die deinen Blick manchmal trüben und dich ab und an zu einer silbernen Raupe zwischen knallbonbonfarbenen Schmetterlingen machen.

Du erlebst diesen Tag so wie du es dir immer vorgestellt hast. Mit einer in rasender Geschwindigkeit stattfindenden Verdopplung deiner Angst. Und Minuten, die sich wie Kaugummi ziehen. An diesem Tag im April erfährst du, dass es weitergehen wird. Und für den Moment alles gut wird. Dir fällt kein Stein vom Herzen. Aber diese Hülle, die es spinnwebenartig umgibt, lockert sich ein wenig und glänzt ganz leicht im Spektrum einer ganzen Armee von Farben in der Sonne, die du wieder herein bitten kannst, als du den Parkplatz überquerst und die Freudentränen wegblinzeln musst.

I´m writing that stereotype a sonett. Sterotypes love sonetts.

Ich muss gestehen, ich habe meine Aufgabe als Single-Lebenshilfe lange Zeit vernachlässigt. Aber seid gewiss, ich war nicht untätig. Ich habe monatelang beim Durchstöbern unzähliger tumblr-Blogs neben dem Bewundern von süßen Katzen, depressiven grünstichigen Fotos irgendwelcher Landschaften und seelen- zuweilen titten- oder arschlosen Modeeuphorieschlampen eine besorgniserregende Entdeckung gemacht. Die ich euch jetzt mitteilen will. Mitteilen muss.

Sie ist bahnbrechend. Der atomare Supergau. Das größte Missverständnis der Menschheitsgeschichte. Ein Fehler, der uns Jahrzehnte kostet. Der uns Menschenleben kostet. Denn ich will nicht wissen, wieviele Leute sich deswegen schon von der dritten Stufe einer Leiter herunter gestürzt haben. Der Buchdruck hat uns nicht so geprägt wie euch die Aufklärung des nun folgenden epischen Missverständnisses prägen wird. Buchdruck my ass. Elektrisches Licht my ass. Atomkraft? Interessiert kein Schwein. Fukushima my vagina. Hoppe Hoppe Reiter, wenn er fällt, dann schreit er… ich will nun zum Wesentlichen kommen!

Frauen und Männer lieben sich. Jetzt nicht jede Frau jeden Mann oder umgekehrt, das würde zu weit führen, aufwandtechnisch nicht realisierbar, eine nicht enden wollende Prozeder und außerdem ekelhaft… nein… aber generell kann man sagen: Frauen und Männer lieben sich. Die gehören zusammen. Penis und Vagina. Mu und Doing. Puzzleteilchen mit Wölbung nach innen, Puzzleteilchen mit Wölbung nach außen. Ihr versteht.

Da ist was. Da knistert es. Da liegt was in der Luft. Pollenflug der Leidenschaft. Pi Pa po.Ja, auch dort findet bisweilen viel statt.

Ich kann diese wunderschöne Thematik nur aus Sicht der Weiblichkeit erörtern, bin ich doch zu 95% weiblich, zu 3% männlich und zu 2% biologisch abbaubar; die Gesetzmäßigkeiten sind also relativ klar. Frauen mögen, respektieren, lieben an Männern viele unterschiedliche Dinge, was glücklicherweise zu einer Artenvielfalt der Liebe führt. Die Liebe, die Anziehungskraft zwischen zwei Menschen ist das am meisten diskutierte und teilweise in brotloser Kunst behandelte Thema der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Und das führt mich direkt zu den oben erwähnten tumblr-Blogs. Sie sind Plattformen für Stimmungen, Emotionen, Sehnsüchte. Natürlich auch für sehr viel Wut und Wahnsinn.

Ein beliebtes Thema, das uns immer wieder dort begegnet ist das Interesse, was Männer an Frauen und umgekehrt haben. Wir sehen eine Frühlingswiese, ein Mädchen mit kastanienbraunem, von der untergehenden Sonne in sanftes Licht getauchtes, Haar, irgendwo ist ein Eichhörnchen zu sehen; und in Helvetica hat jemand einen romantischen Satz oben drauf gesetzt, der Sehnsucht ausdrücken soll, und wahrscheinlich Worte wie “follow” oder “safe” oder “complete” oder fucking “hold my hand” beinhaltet. Die Farbabstufungen der Liebe finden sich in den Farbabstufungen der Bilder wieder, er möchte da sein für sie, sie will das selbstverständlich auch, zweifelsohne, Ritterlichkeit ist super, alles perfekt.

Was meiner Meinung nach dadurch vermittelt werden soll, egal von wem es kommen mag, ist vor allem die Haltung, dass eine Frau grundsätzlich auf der Suche ist nach einem Mann, der unheimlich viel bereit ist zu geben und/oder zu tun.  Das ist ein Missverständnis. Einige Frauen heben für sympathische Männer mit Ecken und Kanten gerne selbst mal ihren Arsch hoch. Was ich viel weltbewegender finde als Männer die den Unterschied zwischen dem “Sympathieträger” und dem “Sympathieträger mit Ecken und Kanten”* auch nach Jahren noch nicht verstanden haben, ist folgendes:

Auf einem dieser tumblr-Blogs fand ich einen Eintrag mit folgendem Satz, der mich nachdenklich machte:
“Don´t be discouraged by her pulling away, bro. I can almoust garantuee, she just wants you to chase her.”

Eine weibliche Person, die sich die Mühe macht und die Zeit nimmt, einen Mann, dessen Gefühle sie scheinbar erwiedert, immer wieder zurückzustoßen, weil sie will, dass er ihr hinterherläuft – für welche Art von Frau hättet ihr, die Männer, dann demzufolge Gefühle? Ist das ein Mensch, für den ihr euch wirklich interessiert oder um den ihr wirklich kämpfen wollt? Eine Frau mit so einer Denkweise? Was kann man von einer Person, die eurer Meinung nach möchte, dass ihr weiterhin hartnäckig bleibt,  dann später erwarten?

Da ist ein riesiger Denkfehler in den Köpfen einiger Menschen, ob nun Männer oder Frauen. Wobe ich mich frage, wer für diesen Irrtum verantwortlich ist. Und ob es daher kommt, dass die Leute unheimliche Probleme mit dem Wechselspiel aus Nähe und Distanz haben. Und dass dieses Problem die Ursache dafür ist, dass kaum jemand von uns mehr in der Lage ist, Dinge einigermaßen richtig einschätzen zu können.

Und das hat nichts, wirklich rein gar nichts mit der Tatsache zu tun, dass man um etwas kämpfen muss. Wofür man kämpfen muss ist, dass man eines nahen oder fernen Tages eine Person ist, die es wert ist geliebt zu werden, weil sie sich selbst liebt. Und weil sie auch ohne eine andere Person ihren Platz in der Welt hat. Wofür man niemals kämpfen sollte ist jemand, der ein Verhalten, dass im Kindergarten durchaus seine Berechtigung und seinen Sinn hatte, mit fortgeschrittenem Alter nicht ablegen kann und dessen Selbstwertgefühl immer sehr stark abhängig ist, von der Aufmerksamkeit anderer.

Ich bezweifle ja nicht, dass es solche Frauen gibt. Es gibt genug Frauen, die nichts schöner finden, als wenn jemand sich um sie kümmert, sie umsorgt, nachgiebig und geduldig ist und sich auch gerne mal auf der Nase herumtanzen lässt. Das ist bei manchen Frauen ein angeborenes Talent, vermute ich. Und vielleicht denken deshalb auch einige Männer, dass es eigentlich ein gutes, oder wenigstens kein wirklich schlechtes Zeichen ist. Vielleicht haben sie sich daran gewöhnt, dass es so ist.

Wenn sie tatsächlich genau so ein Mensch ist, willst du dich dann immer noch in dieser Form für sie interessieren? Was wäre, wenn sie so ein Mensch nicht ist, einfach die Aufmerksamkeit nicht haben will und nichts empfindet, bist du dann einigermaßen beruhigt, dass du keine Zeit für eine seelenlose Schlampe vergeudet hast und akzeptierst es, dass die dusselige Kuh nichts von dir will? Weil es nunmal Chemie ist und die funktioniert nunmal nicht häufig auf dieser Erde. Wie wäre es mit Möglichkeit 2?

Und könnten die Menschen da draußen vielleicht endlich mal verstehen, dass es noch eine kleine, verlorene Gruppe von Personen gibt – stellt sie euch ein bisschen so vor wie in Lost – die niemals aus Bequemlichkeit, großer Sympathie, kurzfristiger glühender Flamme oder anderen Gründen mit anderen Menschen zusammen sein werden. Niemals. Diese Leute… diese scheinbar überaus seltene Art von Menschen sind mit anderen Menschen zusammen, weil ihre Lebensvorstellungen entweder ihre eigenen sind oder sie sich von ihnen überrumpeln lassen wollen. Weil es in der Magengrube wehtut – dieses hohle, hungrige, nicht wirklich gut in Worte zu fassende Gefühl – wenn der andere die gottverdammte Gefängniszelle, den Raum, den Saal betritt. Weil sie beste Freunde mit gleichem Humor sind. Weil sie voneinander lernen können. Weil man sich nicht so schnell aufgibt. Weil sie dieselben Dinge grässlich finden können. Weil der eine über den anderen sagt “Ich bin noch derselbe Mensch wie früher, aber durch dich auch jemand anderer und das passt gut zusammen.”

Könnte also bitte… bitte diese sinnlose Welt sich wieder daran gewöhnen, dass es so sein kann? Der letzte Absatz. Nicht bei allen. Ich will euch nicht wecken, nichts schlecht machen, ich kenne Paare die wunderbar sind, die noch nichtmal ahnen, dass jemand wie ich das über sie denkt, die muss man nicht wecken, die machen vieles richtig und von denen kann man aus der Entfernung sogar noch etwas lernen.

Ich habe also eine Weltsensation aufgedeckt. Wir können jetzt alle wieder wir selbst sein. Uns auf uns selbst konzentrieren. Die Zeit, die wir für Interpretationen vergeuden, den Menschen schenken, bei denen wir auf Anhieb spüren, dass da etwas zurück kommt, das über eine bestimmte Ebene hinaus geht.

Diejenigen, insbesondere Frauen, die mit ihrem Verhalten, der Wahl ihres Partners und manchen anderen Dingen einen Zweck erfüllen wollen und das Push-&-Pull-Prinzip so hervorragend beherrschen, dass man daraus tausende Bilder schießen und das Internet damit zuscheißen kann:  Sprecht für euch selbst.

*Um nochmal auf den Sympathiträger mit Ecken und Kanten zurück zu kommen. Das hat nichts mit blauen Flecken, Frauenhäusern, Panzerfäusten, Massenvergewaltigung, cholerischer Bockigkeit, kaputter Anruf-Annahme-Taste, Arroganz und Selbstherrlichkeit zu tun.

Sätze, die alles erklären.

Weil wir Hunger hatten. Weil das Telefon nicht in Reichweite war. Weil wir nicht zweimal gehen wollten. Weil die schon zu hatten. Weil das uns zu teuer war. Weil wir so jung nicht mehr zusammen kommen. Weil ich das auch könnte, wenn ich es wollte. Weil man so eine Gelegenheit nur einmal im Leben bekommt. Weil ich beim Kauf von vieren das fünfte gratis bekommen hab. Weil ich doch´ne Flatrate hab. Weil ich morgen früh raus muss. Weil ich nicht umsonst 18 Semester Kunstgeschichte studiert hab. Weil mir immer schlecht wird, wenn ich beim Autofahren Bücher lese. Weil wir ruhelos sind. Weil ich schon früher gern auf Bäume geklettert bin. Weil es nunmal zufällig auf dem Weg liegt. Weil ich eingeschlafen bin. Weil die Gesellschaft es mich nicht tun lässt. Weil es zu spät ist. Weil es nicht in unserer Macht steht. Weil uns danach war. Weil es egal ist. Weil ich das schon immer so gemacht hab. Weil mir nichts anderes übrig bleibt. Weil dir auch nichts anderes übrig bleibt.

Sätze, die alles erklären. Oder nichts.

Nur heute. Nur hier. Vielleicht morgen woanders. Facebook-Helferlein für zwischendurch.

Heute: Freundesliste anpassen

#2 Posten Sie regelmäßig Statusmeldungen, in denen Sie beinahe unbemerkt oder von mir aus auch aus purer Unwissenheit gängige Rechtschreibfehler einbauen. Warten Sie nun auf Kommentare und notieren Sie sich unbedingt auf einem Stück Papier, wer dazu neigt, Ihre Grammatik zu korrigieren. Machen Sie Striche; oder Galgenmännchen.  Schon bald werden sich regelmäßige Grammatik-Korrigierer heraus kristallisieren. Warum die das machen, das werden Sie nie erfahren, Tatsache ist jedoch: Es gibt sie und sie sind mitten unter uns.  Ihnen wird bewusst werden, dass diese Leute damit irgendwie nerven und Sie irgendwie handeln müssen. Wer zehn Striche voll hat, wird entweder gelöscht oder kommt sichtbar für alle auf eine von Ihnen neu angelegte Liste mit fragwürdigen Namen wie “Wichtigtuerischer Schweinekopf” oder… na keine Ahnung, Sie werden sich schon etwas einfallen lassen.

Hinweis: Bitte sehen Sie die ganze Sache trotzdem nicht zu eng, werden Sie nicht zum Netzwerk-Nazi, sonst könnte es sein, dass Sie irgendwann nur noch Ihr Haustier, für das Sie damals aus purer Freude ein Spaß-Profil angelegt haben, zum Freund haben.

Rollin´in the deep…

Everyone who didn´t missed out

Wenn du irgendwann, früher oder später, an einem Punkt angelangt bist, an dem du Angst haben musst um deine Zukunft, dann ist es eine kleine Anzahl von Leuten, eine verschwindend geringe Anzahl, zu denen du gehen und deine Angst mit ihnen teilen kannst. Du wirst diesen Leuten nicht oft begegnen. Genau genommen wirst du sie manchmal sogar übersehen. Du wirst es an dem Gefühl bemerken, dass du nichts erklären musst, nachdem du eine Stunde lang neben ihnen gesessen und geweint hast.

Manchmal gehst du monatelang an ihnen vorbei, manchmal zieht sogar ein Sturm zwischen euch auf, manchmal ist euch gar nicht bewusst, dass ihr füreinander da sein würdet, wenn es drauf ankommt, aber ihr entfernt euch nie, während ihr nebeneinander hergeht, voller stummer Heuchelei voneinander, ihr werft euch nur Wahrheiten an den Kopf, ihr wollt den anderen nicht aus purer Bequemlichkeit heraus so haben wie einen Großteil der Menschen, von denen ihr denkt, dass sie gut für euch sind und ihr ihnen trauen könnt.

Du erkennst diese Leute daran, dass sie trotz aller Rätselhaftigkeit, trotz ihres Temperaments, den direkten Weg zu dir gehen. Du wirst nicht aufwachen und dich fragen müssen, wo und wann in den letzten Tagen, Wochen und Monaten der Moment war, an dem ihre Einstellung sich dir gegenüber geändert hat, denn sie werden es dir sagen, sofort, ohne Umschweife. Weil sie genau so sind, Menschen ohne Umschweife. Sie sind zaghaft und leise und zynisch, aber dir gegenüber niemals feige. Du wirst sie oft fluchen hören, aber sie werden nie eines Tages wortlos und grundlos verschwinden. Bis zu diesem einen Tag, der manchmal so viel länger dauert, eher hundert Tage, an dem ihnen bewusst wird, dass sie überflüssig sind. An diesem Tag verschwinden sie und egal wie ruhelos oder berechenbar oder naiv sie sind, ab einem gewissen Punkt drehen sie sich nie wieder um. Und sind seltsamerweise Dank dieser Einstellung zu dir und dem Leben und Freundschaft im Speziellen und Allgemeinen, gern allein aber niemals einsam.

The boxes they´ll put us in

Was die größte Herausforderung ist? Der härteste Kampf, in so ziemlich allen Bereichen unseres Lebens? Das ständige Verlassen der eigenen Sicherheitszone vermutlich. Oder überhaupt erstmal zu begreifen, dass man diese Sicherheitszone ständig verlassen muss, um nicht unterzugehen. Dass Weiterentwicklung wichtig ist, das sehen wir erst im Nachhinein. Niemandem wird für sich allein – beim Einscheren nach links oder rechts, beim Befüllen des Einkaufskorbes, Überstreifen des Kondoms, dem Schließen des Buches oder Zuziehen des Reißverschlusses – bewusst: Da hab ich mich bis hierhin aber mächtig weiterentwickelt. Es fällt dir immer erst später auf. Dass du da etwas getan hast, was du vorher anders gemacht hättest. Dass du etwas anders gemacht hast. Dass du etwas richtig gemacht hast; oder etwas, das sich wenigstens mehr richtig angefühlt hat. Dass etwas in dir anders tickt.

Und es ist zugleich die größte Freude des Lebens – dass es immer Gutes mit sich bringt, wenn du deine eigene Sicherheitszone verlässt. Dass du dich besser kennen lernst, indem du andere besser kennen lernst. Weil du nicht aus dem Nichts heraus wächst, sondern immer nur dann, wenn du auf etwas oder jemanden triffst. Ein Hindernis. Und jedes Hindernis ist gut. Ich könnte mir kein schlechtes Hindernis vorstellen, jetzt in diesem Moment. Kein Mensch lässt mich kalt und das ist wohl ein bisschen auch der Sinn des Lebens. Zu begreifen, dass Begegnungen es sind, die dem ganzen irgendwie einen Sinn geben. Dass unser Leben ohne diese Begegnungen nur eine leere Hülle ist. Jeden Tag etwas an irgendeinem Menschen entdecken, dass eine Reaktion, eine Fragestellung, ein Lächeln, ein Weinen, Kopfschütteln oder energisches Nicken in uns auslöst. Darum geht es wohl. Möglicherweise. Irgendwie.

Wissen, dass du die Vorurteile aus dem letzten Jahr nicht mitgenommen hast in dieses Jahr und dass das nicht von ungefähr kommt, sondern von irgendwem, den du gut kennst oder nur ein bisschen kennst oder dessen Name dir gar nicht mehr einfallen will, aber es gibt ihn, denn wenn es nicht so wäre, dann wärst du noch derselbe Mensch. Aber du bist nicht mehr derselbe Mensch.

Und so raffst du dich ständig auf und beginnst mit jedem Mal mehr all die Floskeln aus all den Filmen und Büchern zu verstehen, die du nicht aufzählen kannst, weil es zu viele sind. Aber alle drehen sich um eine Sache, um die Menschen, das Aufeinandertreffen, davon, dass es sinnlos ist, die sichtbaren Grenzen niederreißen zu wollen, solange die unsichtbaren Grenzen in uns drin weiterhin bestehen.  Das Gefühl, dass sich dein Innerstes, das was dich als Wesen ausmacht, von Zeit zu Zeit neu formiert, sich öffnet und an anderer Stelle schließt, dass mit jedem neuen Menschen weniger Regeln und mehr Freiheiten unser Leben ausmachen. Und dass es nur so geht. Dass es dir irgendwann egal ist, wer oder was du vor fünf oder zehn Jahren warst oder letzten Frühling. Oder an irgendeinem Tag in deinem Leben, von dem du dir wünscht es hätte ihn nie oder nur in Teilen oder zu einem anderen Zeitpunkt gegeben. Dass du nicht einmal mehr weist, wer du gestern noch gewesen bist, und dass das keine Rolle spielt, solange du weitergehst und weiterhin auf völlig fremde Menschen triffst, bis du irgendwann irgendwie jedem Menschen auf dieser Welt einmal begegnet bist.

I lost a love that loved me completely

Ich erkenne verbitterte Menschen, wenn ich ihnen in irgendeiner Form begegne. Weil ich es selbst mal war und man von Tag Null an ständig dagegen ankämpfen und daran arbeiten muss. Und der Tag Null kommt immer wieder, seltsamerweise. Sie geht nicht von einem Tag auf den anderen. Sie verschwindet nicht, wenn man den Auslöser der Verbitterung verdrängt, Zeit und Raum dazwischen schiebt oder sich einredet, dass man nach ein paar Monaten einfach automatisch nicht mehr verbittert ist. Die Zeit geht dir da nicht zur Hand. Du musst vielmehr alle Stufen der Trauer einige Male in Endlosschleife durchleben – Verneinung, Zorn, Verhandeln, Depression, Akzeptanz, Verneinung, Zorn… – bis du annähernd an den Punkt gelangst, an dem die Verbitterung in deinem Leben nur noch dann eine übergeordnete Rolle einnimmt, wenn du dir beim Spülen eine Sehnenscheidenentzündung zuziehst.

Ich weiß, dass Verbitterung sich oft hinter blasierter Scheiße versteckt, hinter Zynismus, falscher Bescheidenheit oder anderen idiotischen Verhaltensweisen. Hinter “Ich greife genau das an, was selbst in mir drin steckt”. Hinter falschem Zorn. Verbitterung ist unsexy. Und deshalb fällt es auch so schwer, sich selbst als teilweise verbitterte Person wahrzunehmen. Also wehrt man sich dagegen und Jahre später stellt man fest: Hätte ich mich nicht gewehrt, wäre es vielleicht viel eher vorbei gegangen.

Man kann ihr kein Hausverbot erteilen. Sie wird dich immer wieder besuchen, meistens unangekündigt. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sinnlos ist, sich mit ihr bereits auf der Türschwelle anzulegen. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man ihr die Hand reichen und sagen sollte “Kann ich dir etwas abnehmen?” und dann nimmst du ihr den Mantel ab und bittest sie herein in die gute Stube. In der es warm sein sollte, denn dann kann sie sich zurück lehnen und verstellt sich nicht vor dir und ihr werdet feststellen, dass ihr gut miteinander auskommt, solange sie nicht schweres Gepäck dabei hat und sich für eine Weile bei dir einquartieren möchte.

Verbitterung. Das heißt: Es nicht nötig haben. Vergleiche mit anderen, die sowieso zu meinen Gunsten ausgehen. Eigentlich steht man ja ohnehin über den Vergleichen. Man lebt in völlig anderen Maßstäben. Weil man nicht so oder so oder so oder sonstwie ist. Vorurteile haben und sich unter gar keinen Umständen davon abbringen lassen. Sich kein Stück nach links oder rechts bewegen und dabei anderen Unbeweglichkeit vorwerfen.

Verbitterung heißt auch, über Menschen hinwegsehen. Verbitterung heißt, dass man nicht erkennt, dass es die Menschen sind, nicht die Veranstaltungen, der Konsum, die schön gezeichneten Lebenspläne. Verbitterung heißt, dass man an den wunderbarsten Menschen vorbei guckt, weil sie auf den ersten und auch auf den zweiten Blick nicht in deine Welt passen, nicht zu deinem Image, aber du hast ja keins. Image ist was für Nagelstudiobesitzerinnen. Du hast kein Image. Du bist es einfach. Nur die anderen nicht. Die anderen, die du gar nicht nötig hast.

Verbitterung. Ihr bleibt immer in Kontakt. Eure Wege trennen sich an dem Punkt voneinander, an dem du dir eingestehst, dass ihr eben bis hier hin häufig Hand in Hand gegangen seid, dass ihr zwei Teile eines ganzen seid, auch wenn dein Teil der größere ist. Solange du dir selbst einredest, dass du entweder unter- oder überdurchschnittlich bist, hat sie dich am Rockzipfel und lässt dich nicht mehr los. Solange du nicht selbst erkennst, dass du wie alle anderen mittelmäßig bist. Solange wir nicht selbst erkennen, dass wir mittelmäßig sind.

I lost a love that loved me completely
ranks of regret they batter and beat me
I’m never going back again
without a lot more medicine a few less friends

Somewhere back in my old hometown
there’s an alright kid dragging an anchor around
It looks a lot like a frown
goddamn it’s hard to turn an anchor upside down

(Miles Benjamin Anthony Robinson – Always an anchor)

Klappe zu. Affe tot.

Ich weiß nicht, ob es euch schon aufgefallen ist, aber abgesehen von den durchschnittlich 2,3 wahnsinnig anspruchsvollen, gut durchdachten und extrem brillant geschriebenen Artikeln im Monat geht ja hier auf diesem Blog nicht mehr besonders viel.

Das hat mehrere Gründe.

1. Der ultimative Grund: twitter. Und facebook. Seitdem ich Dank twitter in 140 Zeichen der Welt mitteilen kann, dass wir alle schwule Mädchen sind, mache ich mir nicht mehr die Mühe, meinen Blog zu befüllen. Das ist wahnsinnig schön, aber auch wahnsinnig traurig.

2. Ich hab seit einem Jahr zu Hause kein richtiges Internet mehr. Witzigerweise denken ja ein paar Flachschippen da draußen, dass ich total gerne online bin, vielleicht sogar anfange zu zittern, wenn ich es nicht bin; dass ich meine Online-Aktivitäten wichtiger finde als Offline-Angelegenheiten und eine sadistische Freude empfinde, wenn ich auf total kryptische Art und Weise irgendwen oder irgendwas in den Dreck ziehen oder total dämliche Pauschalaussagen treffen kann. Nun, mehr als zu sagen, dass es nicht so ist, kann ich nicht. Ich habe weniger gebloggt im letzten Jahr.

Ich bin nicht der Mensch mit dem Blog. Ich bin der, der dir am Tisch gegenüber sitzt. Der, der einen grünen Rock trägt und sich die Fußnägel am selben Tag blau lackiert und sich zwischen dem siebten und achten Bier vor einem Standup-Comedian erstmal dafür rechtfertigen muss (Ich werd das nie vergessen. So gut!). Ich bin der, der auf dem Fußboden sitzend Pizza isst und anfängt zu schnurren, wenn die Pizza gut schmeckt. Ich bin verfressen und habe einen dicken Arsch und einen beschissenen Musikgeschmack. Ich bin nicht dieser Blog.

3. Es ist etwas Tolles passiert. Ich bekam eines Tages im Dezember eine email von einer Person. Mit der einfachen Frage: Wir planen da was, möchtest du mitmachen? Was dahinter steht ist kein Larifari-Spass-Projekt mit Befindlichkeitsschreiberei von Leuten, die keine zwei Sätze zustande bringen und lieber youtube-Videos oder Bilder von sich in verträumten Posen veröffentlichen, sondern ein richtig feines Gemeinschaftsprojekt. Von Leuten, die glaube ich Talent haben. Leute, die Ahnung haben und mit Leidenschaft bei der Sache sind. Glaube ich. Schätze ich. Weiß ich. Wenn es im Internet jemanden gibt, der schon ein bisschen was erreicht hat und dessen Texte du liest und die etwas in dir ansprechen und die Person schreibt dir irgendwann aus der Hauptstadt eine email und fragt ob du Lust hast, mit ein paar anderen bei einer Sache mitzumachen, dann ist das 1. eine tolle Möglichkeit und 2. möglicherweise ein Indiz dafür, dass ich nicht völlig talentfrei oder dumm oder schwachsinnig bin, denn es gibt theoretisch viele Blogger in Deutschland und die hätte man praktisch alle fragen können.

Hier wird es also in Zukunft inhaltlich etwas anders aussehen. Wie genau, das weiß ich noch nicht. Aber es wird klar sein, dass einige Artikel ab sofort nicht mehr hier, sondern woanders landen werden. Wo, das verrate ich euch, wenn es Mitte Februar soweit ist. Die Hoffnung, von einigen irgendwie ein bisschen ernster genommen zu werden, wird sich dadurch nicht erfüllen. Ich werde noch oft irgendwo sitzen oder stehen und mir manches Mal denken: Wäre Golfspielen mein Hobby, hätte ich zwei, drei Dutzend äh Hundert mal die Contenance bewahrt, wäre deine Haltung mir gegenüber eine andere. Aber es ist ein Unterschied. Und eine Herausforderung. Ich freu mich drauf und würde mich freuen, wenn ihr da drüben weiterhin mitlesen würdet.

Und vergesst niemals…

Bloggen ist scheiße. Bloggen ist sinnlos. Blogger haben alle ein peinliches Mitteilungsbedürfnis. Außer Brian Boy verdient auch niemand mit Bloggen sein Geld. Blogs sind die Klowände des Internets. Wenn schon Blogs, dann lieber nur Bilder und vereinzelte Fußnoten. Niemand, den ich persönlich kenne, liest diesen Blog. Im richtigen Leben stottere ich und bin strunzdumm. Eure teilweise narzisstische, blasierte Scheiße auf Facebook tut nicht weh, ihr twittert das wenigstens nicht und seid somit auf der sicheren Seite! Deutschland schafft sich selbst ab. Müsli Müsli njam njam njam. Und wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.

Das geht ins Ohr

Vorgestern habe ich etwas erlebt, dessen negative kreative und besonders schmerzvolle Energie nicht ungenutzt bleiben soll. Man steckte mir Dinge ins Ohr.

Nun ist das ja so, dass man einem Menschen viele Dinge ins Ohr stecken kann und er daran nicht innerlich zerbricht. Wenn man einem Menschen zum Beispiel ein Gänseblümchen oder einen Penis oder ein Gummibärchen ins Ohr steckt, dann mag das irritierend sein, bringt einen aber nicht um. Anders ist das bei Lötkolben ähnlichen Apparaturen.

Ich suchte also, weil ich seit etwa zehn Tagen einseitige Schwerhörigkeit empfand, einen Arzt auf. Der Arzt schaut sich mein Ohr an und sagt “Ach du Scheiße.” Und ich denke: Ach du Scheiße. Er geht mit irgendeinem Ding da rein, es ist ein bisschen unangenehm und ich bete, dass es gleich vorbei ist und er mir ein Antibiothikum verschreibt. Wie naiv ich doch bin. Wie viel ich doch noch lernen muss. Zu welch hässliche Fratzen sich das Gesicht dieser Welt oft verzerrt. Zu welch hässlicher Fratze sich das eigene Gesicht oft verzerrt.

Mit den Worten “Es wird jetzt etwas unangenehm.” greift er zu einem anderen Apparat. Und ich denke: Ok, es wird jetzt etwas unangenehm. Ich habe schon viele unangenehme Dinge über mich ergehen lassen. Ich hab schon viel erlebt. Weisheitszähne ziehen lassen. Lungenspiegelungen. Der Versuch sich im Bett halb aufzurichten oder zu schlafen, mit zwei Drainagen im Thorax, die von innen einen nervtötenden, wunden Schmerz verursachen. Mir fiel mal ein halber Backstein auf den Kopf (Das erklärt ja wohl einiges. Ihr Motherfucker). Ich bin mal von einer Schaukel gefallen und hab mir die gesamte linke Körperhälfte an dem Holz aufgescheuert. Jeden Sommer blutige, eitrige Knie. Ich bin auch mal beim Schwimmen in eine Glasscherbe getrampelt. Blutsturz. Ein beunruhigend hoher PAP-Wert. Mumps, Masern, Röteln. Magenschleimhautenzündung. Kehlkopfentzündung. Vergrößerte Schilddrüse. Gelegentliches, unangekündigtes Zusammenklappen. Mitralklappenprolapssyndrom. Erhöhtes Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Auf dem rechten Auge halbblind. Gelegentlicher Ruhetremor. Der linke obere Lungenlappen fehlt. Blutvergiftung. Eingeklemmte Nerven. Mein ganzer Körper ist voller Narben. Immer noch lache ich mich halbtot, wenn man mir sagt, dass ich blass aussehe. Es ist zu schwierig, den Leuten zu erklären, warum es so ist. Also zuckt man mit den Schultern und grinst und sagt, dass es einem gut geht. Was will man auch sonst machen? Man will euch schütteln und sagen, wie dumm ihr einfach seid. Ihr wisst gar nicht wie dumm ihr seid, sowas zu fragen. Ihr seid so dumm, das muss doch irgendwie schon wehtun, so richtig wehtun. Ihr müsstet doch eigentlich den ganzen Tag schreien.

Mit Stolz verkünde ich jedoch, dass ich noch nie Herpes hatte und mir noch nie etwas gebrochen habe. Eine interessante Statistik.

Was ich an diesem Montagabend erlebte war mit einem Wort: grausam. Ich nehme an, der Arzt hat mein Trommelfell von der Entzündung bzw den Folgen der Entzündung gereinigt. Was auch immer er getan hat, er war mit diesem Gerät in meinem Ohr, an meinem Trommelfell. Und wie ihr alle wisst, ist das Trommelfell ein sehr sensibles Teil am Ende des Gehörgangs. Ich weiß nicht wie lang so ein Gehörgang ist, aber er endet irgendwo mitten im Kopf. Und wenn jemand mit einem Gerät mitten in deinem Kopf Reparaturarbeiten vornimmt, dann stirbst du innerlich.

Ich weiß nicht ob es bei jedem Menschen gleich schlimm ist und ich weiß nicht, ob ich das nochmal über mich ergehen lassen könnte. Ich weiß nur, dass ich während dieser “unangenehmen” Behandlung mein Bewusstsein verloren habe. Ich war weg. Normalerweise, wenn Franziska zusammen klappt, dann ist sie geistig einen Raum weiter. Sie verlässt kurz den Raum, legt die Beine hoch und kommt dann irgendwann wieder.

Diesmal hatte ich das Haus verlassen. Bumm Aus Finito. Bei der Behandlung saß ich noch auf einem Stuhl, als ich wieder bei mir war lag ich ein Zimmer weiter.

Falls ihr euch also jemals gefragt habt, ob man vor Schmerzen ohnmächtig werden kann: Ja, man kann. Es gibt Schmerzen, die man nicht ertragen kann und dieser Schmerz, an diesem Montagabend, gehörte dazu. Als würden Millionen Ameisen in meinem Hirn explodieren. Als würde jemand eine brennende Fackel in meinen Schädel halten. Wie ein Schrei, der nicht nach außen, sondern nach innen dringt und so grausam ist, dass er nichts dort hinterlässt außer einem unheimlichen Rorschach Muster, das dir das Gefühl gibt, dass du innerlich aus nichts mehr bestehst außer diesem Schmerz. Als würde ein alter, sterbender Elch ungefragt in meinem Kopf sitzen und mit weit ausholenden Kaubewegungen sein letztes Essen verspeisen. So war das. Wie an Silvester. Tausende von Wunderkerzen. In meinem verdammten Kopf.

So schrecklich, dass ich zwei Tage später immer noch keinen richtigen Hunger habe und irgendwie komisch drauf bin. Dass ich keinen richtigen Hunger habe, will etwas heißen. Hoffentlich kommt diese Sehnsucht nach Essen bis Weihnachten wieder zurück. Und hoffentlich kommt bei der Kontrolle nächsten Montag raus, dass es einfach nur eine Entzündung war und alles wieder gut wird.