Bodi Bill – What
Bodi Bill – What? from Sinnbus on Vimeo.
Es ist ruhig geworden. In mir drin und auf dieser Seite hier. Und so genau weiß ich gar nicht, warum das so ist, aber ich habe da eine Vermutung. Ich gehöre wohl irgendwie zu der bemitleidenswerten Sorte Mensch, die “mehr zu sagen haben”, wenn sie innerlich zerrisschen, ein bisschen zynisch, ein bisschen unvollständig sind. Diese Unvollständigkeit hat mich angetrieben. Zu vielen guten Worten und Sätzen und ich dachte mal, dass ich irgendwie stolz auf mich sein kann. Auf dieses Talent. Und jetzt weiß ich nicht mehr, ob ich es noch sein kann, denn ich verpasse gerade Chancen, echte Chancen von denen kaum einer weiß, ich setze diese Karre, die ich seit vielen Jahren freiwillig hinter mir her ziehe, vielleicht gerade in den Sand.
Denn wenn du sagst, du hast eigentlich nur diesen einen Traum und du bist diesem Traum plötzlich einen Schritt näher und plötzlich musst du anhalten, kannst nicht mehr weitergehen, nicht mehr darauf zu gehen, nicht mal mehr wirklich in die Richtung sehen – dann ist das eine persönliche Niederlage. Sprachlosigkeit. Keine Sätze mehr bilden können, keine Gedanken mehr fassen können, die Sinn ergeben und sich gut niederschreiben lassen.
Ein Algorithmus des geschriebenen Wortes, der sich ganz langsam in vielen Jahren entwickelt hat und der nie vollständig sein wird, der immer holprig sein wird, eine Formel, die man immer angewendet hat, unbewusst, die man sich langsam zu eigen machte. Eine Formel, die plötzlich nicht mehr passen will. Oder verschwunden ist.
Und du stellst fest, du bist auch ohne das mehr als genug. Du brauchst dieses Talent nicht. Du kannst rausgehen auf die Straße und alles was du sagst, kann eine kleine Festrede sein, wenn du willst. Es ist nicht wichtig, es spielt keine Rolle. Du musst nicht nach der Formel suchen, sie wird möglicherweise irgendwann zurück kommen und laut polternd an deine Tür klopfen.
Und trotzdem ist es als hättest du einen geliebten Freund verloren und du weist nicht für wie lange. Oder ob du dir das ganze nur einbildest. Oder du einfach nur jahrelang daran gewöhnt warst, allem was du geschrieben hast, eine bestimmte Note zu geben, eine aggressive Note, eine vorwurfsvolle Note. In dem Moment, in dem in dir alles ruhig ist, in dem Moment in dem du beginnst glücklich zu werden, verschwinden die Vorwürfe. Und ein Teil von dir stirbt. Und du bist davon überzeugt, dass es genau der Teil ist, der dich gut durchgebracht hat in den letzten Jahren. Der Teil, der dich davor bewahrt das zu sein, was du nie sein wolltest. Er stirbt. Die Formel ergibt keinen Sinn mehr. Die Worte wollen sich nicht mehr mühelos aneinander reihen. Dein Umfeld ist saudumm, deine Mitmenschen sind Proleten, irgendjemand hat einen gewaltigen Dachschaden und du kannst dich nicht mal mehr angemessen und auf eine nur für dich reservierte Art und Weise drüber beschweren.
Weil du glücklich bist. Und dich fragen musst: War ich es denn vorher nicht? War ich denn vorher nicht glücklich? Oder nicht genug. Wo kam denn das Hochgefühl früher her? Was hat mich früher getrieben und was ist davon übrig geblieben? Und während du dich jeden Morgen fragst, wann du dich daran gewöhnen wirst, glücklich zu sein und mit diesem einen ganz persönlichen Verlust umzugehen, wird dir mit jedem Tag stärker bewusst, dass du das, was dich jahrelang begleitet hat, jetzt neu erlernen musst. Wie sprechen. Oder aufrecht gehen. Lernen neue Wörter in neue Sätze zu fügen. Etwas sagen, wozu es früher keinen Anlass gab. Über etwas staunen, was man vielleicht bisher übersehen hat. Eine neue Formel bilden, eine bessere. Eine umfangreichere. Eine für mehr Tage im Jahr.
Und du bist nicht alleine damit, weil dir irgendwann klar wird, dass es die Menschen sind, die deine Sätze bilden. Nicht deine eigene, oft zornige Sicht der Dinge. Die Menschen und ihre Art und Weise, die Welt zu bewegen, hin und wieder die Richtung zu wechseln oder deinen Weg zu kreuzen. Solange es diese Menschen gibt, solange wirst du das wieder erlernen wollen. Und hast plötzlich Lust, jeden Tag irgendwem einen Brief zu schreiben und demjenigen viele Sachen aufzuzählen, wahllos hintereinander, die das Leben schön machen können.
(So wie ich mich jetzt an neue Sätze rantrauen muss, so muss ich mich auch wieder an Mett rantrauen. Wart ihr schonmal in der Situation, in der ihr euch ganz langsam wieder in Richtung Mettbrötchen mit Zwiebeln vortasten musstet, weil ihr tagelang nichts richtiges essen konntet und es euch wochenlang irgendwie schlecht ging? Ich spreche hier von Nahrung, die direkt wieder durch euch hindurch geht und keine Chance hat, ein paar Momente irgendwo zu verweilen. Ich spreche hier von kurzzeitigem intergalaktischem Kotzkrampf beim Geruch von Fleisch und dem Gedanken an Ofenkäse. Die letzte Woche war teilweise richtig schlimm. Aber auch großartig, weil da Menschen waren, die mich zu sich nach Hause holten und mir eine Daunendecke und Tee gaben und mich beruhigen konnten. Und Menschen, auf deren Schulter ich meinen schwindeligen Kopf abends legen konnte, was alles wieder gut machte für die darauf folgenden Stunden. Und Menschen, die sagten, dass sie mich lieber ein bisschen aufpäppeln, bevor ich mich panisch selbst ins Krankenhaus einliefern lassen möchte. Und Ärzte, die Termine extra vorverlegen, weil sie bemerken, dass irgendwas in einem irgendwie am Ende ist. Und Menschen, die man bis vor wenigen Wochen noch gar nicht kannte, die sich nach einem erkundigen und aufmuntern und deren Herzlichkeit einen irgendwie sprachlos macht.
Und wir müssen öfter picknicken. Auch jetzt, im Herbst. Und wenn ich mein erstes ganzes Mettbrötchen wieder esse, dann lasse ich es euch wissen. Hier oder auf twitter oder im persönlichen Gespräch.
Ah ja und hier kommen jetzt übrigens nur noch ab und zu ein bisschen Musik und die guten alten klassischen Beiträge, es wurde schon ein bisschen gelöscht und hin und her geschoben. Und mal sehen ob ich das mit den Notizen zum Wochenende beibehalte und was hier noch so draus wird. Zitate und alles, was nicht mir gehört, sondern nur sehr von mir gemocht wird, gibt´s da drüben. Wut, Zorn, Katerstimmung und viel Liebe gibt es weiterhin in 140 Zeichen auf twitter. )
Ich würde immer die polternden, die direkten, die kantigen Menschen wählen, die ungeschnittene Fassung. Menschen, die dir sagen können, dass sie dich mögen. Menschen, die dir durch ihre Haltung auch klar machen können, dass du ihnen scheißegal bist. Ich würde die Menschen wählen, die von Anfang an dafür sorgen, dass ich ein Bild von ihnen malen kann, in vielen unterschiedlichen Farben. Ich würde die Menschen wählen, die auch mal schweigsam sein können, komisch, in sich gekehrt, distanziert. Ich würde Menschen wählen, die Fehler machen. Ich würde Menschen wählen, die Schwäche zeigen. Echte Schwäche, echte Hoffnungslosigkeit, echte Angst, echte Wut.
Wenn man mich vor die Wahl stellen würde, dann würde ich Menschen wählen, die sind wie ich. Arschlöcher. Von mir aus auch scheinheilig oder schwierig. In 90 Prozent der Fälle, zu 90 Prozent der Menschen. Menschen, die ihre Energie nicht verschwenden. Menschen, die wenige Prinzipien haben und wenige Leute, denen sie wirklich vertrauen, die sie respektieren und die sie verteidigen. Menschen, die mir bei den ersten Treffen nicht mal auf Anhieb sympathisch wären. Weil ich sie vielleicht nicht einschätzen könnte. Und dann, wenn ich mich öffnen, wenn ich lächeln oder ohne Umschweif etwas sagen würde oder wenn mir eine Träne aus dem Augenwinkel fallen würde aus irgendeinem verfluchten Grund, würde ich feststellen, dass ich mich dafür vielleicht bei vielen anderen erklären müsste, nur nicht bei diesen Menschen. Und dann würde ich irgendwann ungefähr wissen, nach welchem einfachen Muster diese Menschen, genau so wie ich, in ihrem Leben vorgehen, Dinge beurteilen, Menschen beurteilen.
Sie geben dir Zeit. Und in dieser Zeit kannst du zwei Dinge tun. Entweder bleibst du steril. In einer abwartenden Position. Oder du bist eine Person aus Fleisch und Blut. Die säuft und wütet und Dinge nicht mag und wiederum andere Dinge großartig findet und die müde ist, sich oft Mühe geben muss zu lächeln, die oft abgespannt wirkt und schwierig und vor allem dann, wenn sie mal Pipi muss oder Hunger hat – launisch. Ich würde mich für Personen mit Launen entscheiden. Ich würde Menschen wählen, die sehr still und sehr laut sein können, zur beinahe gleichen Zeit.
Und ich würde mich für eine Gesellschaft entscheiden, die deutlich weniger oder am besten überhaupt keine Verlierer und Gewinner produziert. Ich würde mich für Gruppen von Menschen entscheiden, die ich nicht dabei beobachten muss, wie sie nach und nach genau diejenigen ausschließt und sich schlussendlich selbst ausschließen lässt, mit denen man reden kann, mit denen man positiv und negativ sein kann. Wenn ihr alle Schwuchteln, alle Dicken, alle Lauten, alle Leisen, alle Komischen, alle Kiffer, Säufer, Arbeitslosen, Wütenden, Traurigen ausschließt ohne, dass es euch bewusst wird. Oder wenn ihr nichts dagegen unternehmt. Wenn ihr nur aufrichtig sein könnt, wenn ein Großteil eurer schwanzlutschenden Gruppe, die anfangs weit davon entfernt war eine schwanzlutschende Gruppe zu sein, gerade nicht anwesend ist oder wegschaut- wessen Problem oder Fehler ist das dann? Was sagt das über euch aus? Was sagt das über eine Gruppe von Menschen aus? Was sagt das über eure Prinzipien aus, über die Stimmung, über den Kern des Ganzen, dass man einzelne von euch durchaus vermissen, sich Gespräche mit ihnen zurück sehnen kann, aber nicht mal kämpfen will oder das Gespräch sucht, weil man nicht mehr besonders viel vermisst und sich fehl am Platz vorkommt und egal welche Maske man aufsetzen würde, es wäre nie die richtige, weil irgendwer irgendwann irgendwas entschieden hat. Und weil man es gesehen hat, weil man es hat kommen sehen, das ist Monate her, es ist nicht erst seit gestern so. Und weil man traurig ist, aber doppelt wütend, auf niemand besonderen, nur auf die Tatsache, wie stark der Mensch einzeln, aber wie dermaßen schwach er in der Gruppe sein kann.
Was bedeutet das, wenn ich mir durchaus bewusst bin darüber, dass sich Stimmungen und Beziehungen untereinander im Laufe von Monaten und Jahren ändern, sich ändern müssen, aber dass mir das trotz dieser Tatsache, die ich mit einrechne und die ich auch wichtig und gut finde… dass mir das trotz dieser Tatsache vorkommt wie ein großer Haufen Scheiße. Was sagt das über mich aus? Was über dich? Über euch? Über die, die sich vor mir davon geschlichen haben. Die, die ich am allermeisten vermisse. Weil ich mit denen keine Worte austauschen musste, in die meine Schwächen schon mit einkalkuliert sind.
Ich würde mich für diejenigen entscheiden, die nicht kalkulieren können. Und das auch nicht wollen. Die scheiße in solchen Sachen sind, gänzlich untalentiert. Ich würde mich für diejenigen entscheiden, die nicht abwägen. Ich würde mich für diejenigen entscheiden, die richtig üble Fehler begehen, peinliche Dinge tun oder sagen und die auch mit mir befreundet wären, wenn ich eine dicke, 125 Kilo schwere Heuschrecke wäre. Ich würde mich für diejenigen entscheiden, die vielem gegenüber abfällig sind, nur nicht mir, nicht dem, was ihnen wichtig ist, die aus Impulsen heraus einiges richtig, aber doppelt so viel falsch machen, egal welches Gesicht sie dabei auflegen, ich scheiße auf Gesichter und ich weiß es gibt Menschen, die sind wunderschön, würde man ihr Innerstes nach außen kehren und, entschuldigung, bei wieder anderen könnte ich damit das Bad blank putzen, würde ich ihr Innerstes nach außen kehren und es auswringen, weil es so wunderbar sauber ist und mir rein gar nichts sagt, egal wie viel es den anderen sagt oder angeblich sagt oder weiß der Teufel was und wenn ihr das richtig findet und die verdammte Arroganz besitzt, zu entscheiden, wer noch wichtig ist und wer nicht und wenn die anderen die verdammte Dummheit besitzen, das nicht zu hinterfragen, dann ist es perfekt so wie es jetzt ist. Weil ich glücklich bin jetzt. Und ihr überhaupt keinen Anteil mehr daran nehmt oder ein Auslöser dafür seid. Das war mal anders. Und dann weiß ich nicht, ob ich jemals dazugehören wollte. Dazugehören sollte. Aber ich habe etwas gelernt, so wie ich aus jeder menschlichen Enttäuschung etwas gelernt habe.
Eine Gruppe ist nicht ersetzbar, solange sie aus mehreren Individuen besteht. Eine Gruppe ist sogar ziemlich fantastisch, solange sie aus mehreren Individuen besteht. Die Stimmung innerhalb einer Gruppe bleibt nie über Monate oder Jahre hinweg gleich, sie verändert sich. Und das ist gut, weil wir sonst nie ankommen würden, weil es sonst keine einzige Zwischenstation in unserem Leben gäbe. Es ist sogar gestattet, den einen Teil der Gruppe oder verschiedene Personen von Anfang an weniger zu mögen als den anderen. Das geht uns allen so. Wir sind nicht im Kindergarten und wir können nicht jeden Menschen gleich lieb haben und wir können uns auch nicht immer gegenseitig den Platz frei halten. Aber in dem Moment, in dem du dich verhälst, als gäbe es eine Person überhaupt nicht mehr, als würde sie nicht mehr existieren, in dem Moment bist du mitverantwortlich. Und jeder, der das wortlos akzeptiert, weil er der Meinung ist, dass die Stimmung nicht einbrechen darf, dass Veränderungen nicht angesprochen werden dürfen, ist ebenso mitverantwortlich. In dem Moment, in dem du ihren Stuhl nimmst und laut rufst “Der Platz ist frei, scheißegal wer vorher drauf gesessen hat, will jemand anderer sich nicht setzen?” Und es geht nicht darum, ob Menschen ersetzbar sind oder nicht. Es geht darum, dass man entweder enger zusammen rücken sollte, damit noch jemand daneben passt oder dass man weiter auseinander rückt, damit mehr Platz für alle herscht. Und wenn euch dieses Prinzip zu hoch ist, dann tut mir das leid. Dann tut mir das wirklich sehr leid. Und dann könnt ihr vielleicht auf eure gute Laune, auf Schulnoten, hübsche Freundinnen, eure Kumpels, eure Sprüche und die letzte Party stolz sein. Auf die Art, wie ihr Freundschaften konsumiert. Aber nicht auf euch selbst.
Ja, irgendwie ist mir das schon klar, mir ist das schon bewusst. Dass ihr langsam unruhig werdet. Dass euch das Internet jetzt deutlich weniger Spaß macht. Euch fehlt so ein bisschen neben den ganzen Schlampen und den Männern, die sowieso eure Sprache nicht sprechen, die Substanz, so eine Art Fels in der Brandung der unmenschlichen Dummheit. Und deswegen melde ich mich hier ja auch mal wieder. Weil ich eure Traurigkeit spüren kann, körperlich – versteht ihr? Und ich will euch auf dem Laufenden halten, euch mitteilen, warum ich denn eigentlich seit einigen Wochen nur noch die gequirlte Scheiße, die andere irgendwann mal gesagt oder aufgeschrieben habe, hier zitiere und sonst den Arsch nicht hochbekomme.
Ich bin ein ausgeglichenes glückliches Mädchen. Stellt euch das mal vor. Wer mich kennt, weiß was das bedeutet. Denn normalerweise laufe ich ja elfeinhalb von zwölf Monaten im Jahr mit einer gewissen Grund-Mordlust durch die Welt. Zurecht. Und ich will auch nicht behaupten, dass diese Mordlust plötzlich verschwunden ist. Denn das Dumme – oder das was ich als dumm betrachte – ist ja nicht plötzlich verschwunden. Nur betrachte ich es nun aus einem neuen oder etwas veränderten Blickwinkel. Ich hatte auch zunächst, als ich bemerkte, dass dieser Blickwinkel sich ein bisschen zur Seite verschiebt, die Befürchtung, dass meine Kreativität abhanden gekommen ist.
Ich dachte: Oh nein, es geht mir wie dem Charles Bukowksi, der war auch nur so halbwegs originell, weil er beim Schreiben immer schon die dritte Flasche Rotwein im System oder weil er als Alternative bzw. Ergänzung dazu einen Hass auf alle Frauen außer seine geliebte Linda hatte. Nimm dem Mann den Alkohol weg und ersetze den Hass durch Gleichgültigkeit und er schreibt kein einziges Wort mehr. (Jaja ich weiß, dass ich in der Gegenwart schreibe und er längst tot ist)
Ich hatte also Angst. Denn sind wir mal ehrlich – oft wird dieser Drang, Dinge niederzuschreiben – durch Wut oder Hoffnungslosigkeit oder Angst oder wie in meinem Fall auch oft durch Zynismus genährt. Und, versteht mich nicht falsch, ich finde das auch richtig. Ich finde es immer noch besser, etwas Bedrückendes einfach beiseite zu schreiben als mit einem Taschenmesser auf Passanten loszugehen oder mich durch schlechten Sex oder Alkoholvergiftungen oder das RTL2-Programm abzulenken. Ich finde es schön, wenn Menschen so emotional sind, dass es ihnen hilft Filme zu drehen, Bilder zu malen oder Texte zu schreiben. Der Drang danach, zu schreiben, ist also nicht weg, er will nur kurz verschnaufen und sich vielleicht in ein etwas anderes Gewand kleiden.
Ich bin also ein ausgeglichenes glückliches Mädchen. Das hat glaube ich drei Gründe. 1. Ich kann mich selbst wirklich gut leiden. 2. Ich habe in den letzten Monaten viele gute Erfahrungen machen dürfen, die mir gezeigt haben, dass man sich erst dann wirklich und aufrichtig gut leiden kann, wenn man auch mal Risiken eingeht und Dinge tut, ohne großartig darüber nachzudenken. Und diese Erfahrungen haben mich verhältnismäßig reich gemacht 3. Da ist dieser Mensch, den ich seltsamerweise schon viele Jahre kenne, und der mich auch gut leiden kann.
Ich mag dich. Mindestens.
Und ich hatte in den letzten Wochen sehr oft das Bedürfnis, zwei oder drei Absätze darüber zu schreiben. Über Kleinigkeiten. Gute Kleinigkeiten. Großartigkeiten. Worte. Gesten. Die vorher nie da waren, bei niemandem. Und man hört schlagartig auf etwas zu bedauern, das zuvor immer da war. Man ist so sehr an Fragezeichen gewöhnt, dass man gar nicht auf Anhieb begreift, dass es diesmal nicht diese Fragezeichen sind, nur viele kleine Punkte. Und was du dir immer erhofft hast, jemand zu sein, der ohne diese ganze unechte Herzscheiße, ohne manipulativen, komplizierten, peinlichen Selbstschutz auskommt, weil das eben nicht du bist, das erfüllt sich plötzlich.
Man ist also damit beschäftigt, glücklich zu sein. Man beurteilt Dinge anders, motzt und wütet anders, hält manchmal inne, will eigentlich nicht darüber schreiben, nichts dazu sagen, weil einem die passenden Worte fehlen, entdeckt Seiten an sich, von denen man sich oft gewünscht hat, es gäbe sie und irgendetwas oder irgendwer würde sie hervorlocken können. Und jetzt mal ganz davon abgesehen, dass ich eigentlich gar nicht weiß, was ich euch überhaupt mitteilen möchte: ihr würdet euch doch auch lieber ein Lebkuchenherz kaufen, auf dem statt “Mein Bärchen” und “Auf ewig dein” lieber frei nach Jürgen von der Lippe geschrieben steht “Oh, ist vögeln schön!”, oder?
Ich will sagen: Ihr hört von mir. Demnächst mal wieder. Wann das sein wird, weiß ich nicht. Schon morgen oder erst nächste Woche. Wir werden sehen. Und danke für eure Aufmerksamkeit.
Oder: Eine Liste voller Zutaten, die man braucht um irgendwie glücklich zu sein.
1. Der Wille, die eigene Müdigkeit zu überwinden.
2. Ist dies zunächst nicht gegeben, Freundinnen, die einem unaufgefordert Espresso bestellen.
3. Heineken
4. Pizza alles mit allem, aber ohne Zuchini
5. Die Möglichkeit, zwischen zwei Kneipen hin und her zu switchen.
6. Toilettenspiegel, in denen man 10 Kilo leichter aussieht.
7. Sich Kritik an Dingen, die man vor einem Jahr geschrieben hat und die eine gewisse Grund-Negativität ausstrahlen, anhören und ganz normal darüber sprechen können, ohne es als persönliche Beleidigung zu sehen.
8. Auf der Suche nach der Schwester selbiger begegnen, sie fragen, was die drei Tequila vor ihr zu bedeuten haben und sie antwortet auf eine situationskomische Art und Weise “Der Wirt. Ich trinke gleich mit dem Wirt.”
9. Feststellen, dass sich jetzt zufälligerweise einige der eigenen Lieblingsmenschen aus irgendeinem Grund in ein und demselben Raum befinden und wie wunderbar das einfach ist.
10. Beschließen, dass man den Wirt gerne zum Schwager hätte.
11. Fremde Wohnungen betreten, in denen es so fantastische Dinge gibt wie ein kleines erkaltetes, chinesisches Geburtstagspartybuffet. Zu sich selbst sagen, dass man sich jetzt verdammt nochmal im Leben nie mehr mit weniger zufrieden geben darf als jedes Wochenende irgendwo genau dort aufzutauchen, wo es solche wunderbaren Dinge zu essen gibt.
12. Zwei Menschen dabei zuhören, wie sie Pros und Contras zum Thema Nena austauschen.
13. “Ich erzähl jetzt noch´n Witz!” – “Scheiße.” Und dann Schluckauf bekommen und Schmerzen haben vor Lachen.
14. Auf ein Kirchturmgerüst steigen wollen. Dann der menschlichen Vernunft nachgeben und es doch nicht tun.
15. Am anderen Ende einer Straße im Morgengrauen auf einer Bank sitzen, konzentriert die Bäume und Häuser anschauen und feststellen, dass es ganz schön ist, sich eine Straße auch mal von der anderen Seite anzuschauen, das macht man ja sonst so selten, und dass es von dort aus betrachtet in Frankenberg am Obermarkt ja möglicherweise aussieht wie in Heidelberg. Genau.
16. Wenn die kalte und feuchte Nase einer kleinen schwarzen Katze einen an der Hand berührt und man von ihr 2x mit der Pfote ein High Five bekommt. Dann verzeiht man ihr auch, dass sie versucht hat, einem in den Fuß zu “beißen”.
17. Blumenwiesen-Pläne. Schützenfest-Gespräche. Traumfänger.
Also ich muss euch das jetzt kurz mal erläutern. Weil das ist etwas, was hinaus in die Welt getragen werden muss, damit ihr vielleicht erfahrt was richtig ist und was falsch. Versteht ihr? Es geht um Leggins. Und um Schals. Wobei es der Schal heißt, nicht das Schal, was ja allein schon reicht, um sich aufzuregen, wenn man Beispielsweise Franziska heißt und so drauf ist wie ich.
Ich erläutere euch das jetzt. Meine Schwester sucht ein Outfit. Für diese Hochzeit. Eine Polterhochzeit, vorher Kirche, nachher historischer Endsuff in irgendeiner Scheune. Also eine komplizierte modische Angelegenheit, könnte man annehmen. Ich persönlich wüsste, was ich dazu anziehe (langweilige graue Röhrenjeans, endkrasse hohe, aber dennoch bequeme schwarze Schuhe, Blazer, ein weißes Shirt auf dem in pastellfarbenen Lettern irgendwas Beleidigendes draufsteht wie zum Beispiel “Lars heiratet Mandy. Mandy heiratet Lars – What in the hell is wrong with you people?”) aber ich bin auch auf einer Entwicklungsstufe, die man nur mit viel Glück oder nur in der Kombi grauenvolle genetische Bedingungen + grauenvoll inspirierendes Umfeld erreichen kann. Ich frage Leute nicht, was ich anziehen soll zu der und der Gelegenheit. Ich weiß auch ganz oft, wodrauf ich Hunger hab. Also… ihr versteht, weshalb ich manchmal Freitags zu Hause bleibe und mich ein bisschen selbst abfeiere.
Aber sprechen wir über diese Outfit-Geschichte. Schwester sucht dieses nicht zu arg aufgedonnerte Hochzeitspartyoutfit, ich stehe ihr beratend zur Seite. Wobei es ja sinnlos ist, Leuten wirklich beratend zur Seite zu stehen, wenn ihr Geschmack sich bei solchen speziellen Geschichten konträr zum eigenen verhält. Ich meine, sie und ich mögen beide mittelgraue Cardigans, aber da hört die Gemeinsamkeit auch schon auf. Sie läuft durch die Gänge, ich hinterher. Jeden Rock, den sie nimmt und in die Höhe hält, bezeichne ich als “tantenhaft”. Sie fühlt sich zu lilafarbenen Dingen hingezogen (ihr Charakter ist einwandfrei, ich liebe diese Frau, aber sie mag lila, versteht ihr?) und ich nehme derweil eine angsterfüllte Embryonalstellung ein in der Abteilung “Caprihosen – s´Oliver – dazu schicke Gürtel” (Ich bin immer noch so angsterfüllt, ich kann keine vernünftigen Sätze bilden).
Nachdem sie den vierten Rock in die Höhe gehalten hat, sage ich etwas, von dem ich insgeheim hoffe, dass alle Verkäuferinnen es hören können. Ich sage “Julia, das ist der Adolf Hitler unter den Röcken.” Und dann gebe ich auf, noch im selben Moment, weil mir bewusst wird, dass man nicht nur im Job, in Beziehungen, im Straßenverkehr und am Bankschalter Kompromisse eingehen muss, sondern auch beim Einkaufen. Und ich füge hinzu, mit einer grundsoliden Stimme, die verspricht, dass ich alle Probleme dieser Welt irgendwie irgendwann auf meine Art lösen kann: “Aber wenn er dir gefällt, dann probier ihn doch einfach mal an.”
Und sie probiert ihn an und dann noch einen, einen braunen mit weiß-rosé-farbenen Blumen drauf, dazu ein schwarzes Tshirt und es steht ihr gut und wir beide freuen uns. Und dann kommt die Verkäuferin an, mit den schwachsinnigsten Ideen, die eine Verkäuferin in einem Modegeschäft haben kann.
Sie sagt: “Und das Outfit kann man auch jetzt im Sommer ganz gut anziehen, nicht nur zu festlichen Anlässen, das sieht mit einer Leggins sehr sportlich aus. Moment, ich hole Ihnen mal schnell eine.” Und meine Schwester zieht sie an, unfähig zu protestieren, weil sie plötzlich ebenso geschockt ist wie ich, und es sieht grauenvoll aus, dieser knielange braune geblühmte Rock und darunter halblange schwarze Leggins die auf halber Strecke des Schienbeins aufhören. Ich frage mich, wieviele Frauen mittleren Alters, also irgendwas zwischen 35 und 55, in der Annahme derlei Dinge würden “sportlich” aussehen, so dermaßen behämmert rumlaufen. Und meine Schwester ist noch nichtmal 35, da fehlen noch einige Jahre.
Aber wir sind professionell, wir äußern uns nicht dazu, es zwingt uns ja niemand, diese Kombination gut zu finden. Jedoch… die nächste Idee der Verkäuferin erweckt in mir eine gewisse Tollwut. Sie hängt meiner Schwester eine Kette und einen schwarzen Schal um, knotet ihn hinten zu und lässt ihn am Rücken herunterbaumeln. In Ordnung, sage ich still zu mir selbst, jeder verliert im Laufe des Lebens mal seinen Verstand, jetzt bloß nicht ausflippen oder den Laden niederbrennen, wir gehen da jetzt alle gemeinsam durch, wir sitzen jetzt alle in diesem Boot, wir sind Erwachsene, das schaffen wir jetzt irgendwie.
Meine Schwester schaut sich kritisch im Spiegel an. Ich sage: “Die Kette gefällt mir richtig gut. Aber ich würde den Schal weglassen. Der hat keine Funktion.”
(Man lernt das in meinem Job. Die ewige Frage “Hat dieses zusätzliche Geplänkel irgendeine Funktion? Muss da jetzt wirklich noch ein Stern, ein Ausrufezeichen, ein Lichtpunkt, ein verdammter Blitz hin? Es erleichtert einem das Leben. Zumindest rein theoretisch. Denn die Wahrheit ist, dass den anderen die Funktion praktisch egal ist und sie schlicht und einfach nicht besonders viele gestalterische Grundkenntnisse besitzen)
Und dann sagt sie: “Probieren sie doch nocheinmal das weiße Schal. Das hat irgendwas, finde ich. Probieren Sie das weiße Schal nochmal.” Und während meine Schwester sich den weißen Schal umbindet, zuknotet und hinten an sich herunter hängen lässt, frage ich mich, ob ich mich nicht einfach auf den Boden legen, die Augen schließen und vergessen kann, dass diese Verkäuferin versucht, meiner Schwester schreckliche Dinge anzutun, für die sie später noch Geld bezahlen soll und dass sie außerdem aus irgendeinem Grund keine Ahnung vom “der, die, das” hat.
Und dann haben wir es geschafft, irgendwie. Meine Schwester hat nur Rock, Oberteil und Kette gekauft, mein Blutdruck hat sich wieder normalisiert und wir entfliehen dieser Hölle aus petrolfarbenen Blusen, schneeweißen Dreiviertelhosen, lilafarbenen Glockenröcken, blinden Verkäuferinnen und solchen, die – nur mal so nebenbei erwähnt – auf jede verdammte Frage entgegnen “Also, da empfehle ich Ihnen Chinos!”
(“Mein Freund wird 30. Ich will für ihn strippen. Haben Sie schöne Fummel da?” – “Also, da empfehle ich Ihnen Chinos. Obenrum können Sie ja dann unbedeckt bleiben”)
Was ist jetzt die Moral dieser Geschichte, abgesehen von der Tatsache, dass ich euch nur mal wieder gerne näher bringen wollte, wieviele schlimme Dinge es, neben den vielen schönen, auf dieser Welt gibt? Nun: Habt Spaß. Seid mutig. Geht manchmal Kompromisse ein. Denkt immer an dieses schöne helle Licht am Ende des Tunnels.
Und in diesem Moment verblasst die Melodie dieses Liedes für einen Moment und mit ihm verblassen die Erinnerungen, die sich immer ab und an zwischen ein paar unbedeutenden Takten in irgendetwas gebohrt haben, von dem ich annehme, es ist mein Herz, es aber nicht mit Gewissheit sagen kann, denn dafür müsste ich mich aufschneiden, aber ich will mich nicht aufschneiden, ich will dass das alles da drin bleibt. Es würde aus mir rausfließen, würde ich mich aufschneiden, nur um erkennen zu können, was da manchmal so wehgetan hat, gepiekst hat, wie ein Splitter von einer Bank, auf der du irgendwann mal gesessen hast, ganz kurz, und geschaut hast, auf das was war und das was kommt, die Reste deines Lebens, die banalen und die nicht so banalen Momente.
Es würde aus mir rausfließen und dann wäre da nichts mehr, oder nicht mehr viel, es wäre alles so nichtssagend, aber ich bin nicht nichtssagend, ich hab mich davon losgerissen mit aller Kraft, als ich fürchtete, es zu sein, weil irgendwer irgendwann mal irgendwas gesagt oder getan hat. Ich will dass es da drin bleibt als ein Teil von gestern, es hat seinen verdammten Platz verdient wie jedes andere Teil des Ganzen, ich schaue es immer dann an, wenn ich mich daran erinnern muss, dass man selbst die Wut, diese unbändige Wut auf die Urheber dieser Wut – von denen einer immer den eigenen Namen trägt – in etwas umwandeln kann, dass man Kraft nennen kann oder etwas anderes, was lächerlich und völlig pathetisch klingt, Hoffnung oder Stärke oder was auch immer uns gerade in den Sinn kommt.
Und wie soll man das Wunderbare erkennen, wenn man nicht weiß, was wehgetan hat, man muss doch irgendwie – egal wie idiotisch es klingt – das Gute mit dem Schlechten verbinden, damit überhaupt irgendetwas entstehen kann, irgendein kleiner Sturm, der dann macht, dass man ist wer man ist.
Und in diesem Moment verblasst die Melodie dieses Liedes für einen Moment und mit ihm verblassen die Erinnerungen, die zusammen rücken, sich aneinander wärmen und Platz schaffen für neue Momente und neue Erinnerungen.
Freitag. Nichtstun. Bin ich gut drin. The Social Network anschauen. Immer noch gut. Trotzdem versteh ich nicht wie der goldige Andrew Garfield den neuen Spiderman verkörpern soll.
Samstag. Musikarchiv ordnen. Jedenfalls der Versuch, das Musikarchiv zu ordnen. Verwundert und zugleich traurig muss ich feststellen, dass es manche Melodien und Beats so nie wieder geben wird. Ich spreche hier von Sachen wie “Up´n away” (Mr. President) oder irgendwelchen Heulern aus 2004, mit denen man sofort irgendwas verbindet. Herrje.
Zu spät mache ich mich fertig fürs Kino. Hatten wir halb sieben gesagt? Nun, es ist schon viertel vor, da hat wohl mal wieder jemand nicht aufgepasst. Wundersamerweise haut mir dafür niemand irgendetwas um die Ohren, nein, man hat sogar den Eindruck, dass manche Leute Spaß haben.
Die Alternative zunächst: Captain Morgan. Ich verbinde interessante Dinge mit Captain Morgan. Ehrlich gesagt fürchte ich mich vor diesem Getränk. Seit September 2010. Solange jedoch das Mischungsverhältnis stimmt, artet es nicht aus, sondern gliedert sich beinahe harmonisch ein in den weiteren Ablauf des Abends.
Gespräche und Anekdoten, Lebensweisheiten, die man vielleicht wirklich auf Kamera hätte aufnehmen sollen. Und dann waren die da, irgendjemand war besoffen und mein Gott, dann kam sie, mit denen und dann hat er gesagt und das hätten wir nie gedacht und Tage später dann wiederrum und… ja, so ein Diagramm hätte Vorteile, finde ich.
Man fährt dorthin, wo der “DJ” gelegentlich dazu neigt David Guetta, Flo Rida und Nirvana kurz hintereinander zu spielen. Und jetzt mal Spaß beiseite, ich bin der größte Flo Rida Fan. Flo Rida, DMX, Ying Yang Twins, Lil Wayne – das sind so Dinge, die darf man nicht verstecken, nicht vor sich selbst oder anderen. Aber manche Dinge dürfen nicht passieren. Manche Playlisten dürfen nicht passieren. Versteht ihr?
Da sind wir nun, ich trinke drei Gläser Wasser und einen Kaffee zum Schluss, führe ein paar klassische oder vielleicht auch nicht so klassische 20-Minuten-Gespräche und, ja, man muss auch erstmal Leute finden, mit denen man Wasser und am Ende noch einen Kaffee trinken kann, während um einen herum alles völlig besoffen zusammen bricht. Diese Idioten.
Und dann geht die Sonne auf, über den Bahnschienen, dabei sind das nur Kondenzstreifen oder wie das heißt und eine verdammte Entenfamilie schwimmt vorbei, der Hintern kühlt ab, aber ich habe mein Schnitzelbrötchen und es gibt Wein von der Tankstelle und das macht das Ganze doch zu einem Festessen, ihr Dumpfbacken.
Und… kennt ihr die Szene, wo das Auto fast die Klippe runterstürzt und dann hängt es da, mit der Motorhaube über dem Abgrund, ein Sache von Zentimetern, ein Windhauch kann alles beenden und denkt euch nur, das geht auch mit iPhones, die man versehentlich fallen lässt. Episch.
Und auf dem Weg nach Hause, auf dem ich nicht friere, lese ich, dass D. wieder eine vernünftige SMS-Flat hat und das erinnert mich an 2009, das war großartig, ein gutes Jahr, aber es ist auch gut, dass wir jetzt 2011 haben.
Rest-Sonntag: Kinobesuch wird nachgeholt. Man schweigt. Man ist müde. Man möge den Mut dieses Mannes vermerken. Die Sache mit dem Priester und der Meerjungfrau hätte nicht sein müssen. Man ist zwölf. Höchstens dreizehn. Man nennt mich den Vollidiot von der Ritterstraße. Aber man geht lächelnd ins Bett.